„Die Macht der Acht“
Die liegende Acht ist seit jeher ein Zeichen für unendliche Energie. Ihre Anwendung reicht in alte Kulturen zurück, und sie findet auch Verwendung in der tibetischen Medizin. Nicht nur die in uns schlummernden Kräfte werden durch die liegende Acht in Bewegung gesetzt – sie wirkt auch ausgleichend auf unser ganzes System.
Bei "Bewegung im Köpfchen" geht es darum, durch einfache Bewegungen neue Verbindungen im Kopf aufzubauen. Diese werden benötigt um die ganzen Informationen, welche am Tag auf jeden einzelnen einprasseln, zu verarbeiten.
Die linke Gehirnhälfte ist vor allem für logische und abstrakte Funktionen verantwortlich und steuert die Motorik der rechten Körperseite. Die linke Körperseite sowie bildhafte und emotionale Funktionen werden dagegen von der rechten Gehirnhälfte gesteuert.
Durch das Gehen entlang der liegenden Acht trainieren wir den Bewegungs- und Sinnesbereich gleichzeitig um die motorische Koordination zwischen den beiden Gehirnhälften zu verbessern.
Nur so können wir unsere Kreativität und Intelligenz hervorragend entfalten.
So können z.B. Kinder ihre sensorischen Fähigkeiten beim Gehen entlang der Acht spielerisch mit dem motorischen Nervensystem verknüpfen. Sie erleben so auf spielerische Weise, wie viele Dinge sie zugleich tun können, und es bietet ihnen die Chance, geistige und kreative Höchstleistungen zu vollbringen.
Warum ist das so?
Wir können unser Gehirn trainieren, um die natürliche Lernfähigkeit zu stärken.
Dies tun wir durch den Aufbau eines neuralen Netzwerks.
Die beiden Gehirnhälften werden durch ein komplexes Bündel an Nervenfasern, dem „Corpus callosum“ miteinander verbunden.
Arbeiten diese beiden Hälften nicht richtig zusammen kann dies nachteilig sein für das Lernen und die Kommunikation.
Ziel ist es, das beide Gehirnhälften bestmöglich miteinander koordinieren lernen.
Durch das gehen entlang der liegenden Acht befindet sich das Gehirn im durchgehenden Wechsel von links nach rechts.
Kommen wir beim gehen zu dem „Kreuzungspunkt“ findet ein regelrechter Dominanzkampf der beiden Gehirnhälften statt.
Eine bessere Koordination zwischen Denken und Fühlen entsteht, durch das Zusammenspiel der beiden Hirnhälften.
Wenn beide Hemisphären im Einklang miteinander sind, wird unsere Denkfähigkeit insgesamt optimiert, und wir können schneller und leichter lernen und behalten das Gelernte besser. Zudem entwickeln wir eine größere Konzentrationsfähigkeit und stärken unser Gedächtnis.
Wir fühlen uns insgesamt wohler, können einfacher Entscheidungen treffen, sind Kraftvoller und haben eine größere soziale Kompetenz und fühlen uns im Alltagsleben viel leichter.
Sind die beiden Hirnhälften nicht im Gleichklang, können wir leider schnell zum Opfer von sozialer Ausbeutung werden.
Daher ist das Zusammenspiel wichtig, damit wir erkennen, wann es wichtig ist „ja“ zu sagen und wann es notwendig ist, „nein“ zu sagen.
Lernstörungen und Aufmerksamkeitsdefizite werden immer stärker bei Kindern und natürlich auch bei Erwachsenen wahrgenommen.
Im Alltag dreht sich alles um Erfolg, Leistung, Schnelligkeit, Egoismus und rationalen Einsatz unseres Verstandes, wodurch die linke Gehirnhälfte im „Vordergrund“ steht.
Leider nimmt auch das Schulsystem wenig Rücksicht auf die rechte Hirnhälfte.
Menschen, die ihre rechte Hirnhälfte, welche für das Fühlen und die Kreativität zuständig ist, nicht entwickeln, sind einfacher zu lenken.
Durch die Benachteiligung bei der Nutzung der rechten Hirnhälfte wird nicht gelernt, das Gefühle nützlich sind. In der heutigen Zeit werden Gefühle meist als Ausdruck von Schwäche gesehen, wodurch der Hauptpunkt auf der materialistischen, linken Hirnhälfte liegt.
Das die rechte Hirnhälfte weniger beansprucht wird, zeigt sich leider auch im Zusammenleben, im Miteinander. Dort verspürt man oft eine emotionale Kälte und Gleichgültigkeit. Viele Menschen können mit ihren Gefühlen nicht richtig umgehen, da sie es nie gelernt haben. Hierdurch zeigen sich Verunsicherungen und Ängste im Alltag und das auch schon ab Kindesalter.
Um dem entgegenzuwirken ist unteranderem das gehen entlang der liegenden Acht besonders wichtig.